Herzlich Willkommen

auf der Homepage des Vereins zur Förderung der Gesundheitspflege in Stadt und Landkreis Göttingen e. V. Auf den folgenden Seiten werden wir neben einer historischen Betrachtung nicht nur uns selber vorstellen, sondern insbesondere auch über das Tätigkeitsfeld unseres Vereins berichten.

 

 

Verstorben

Ulrich Hüttemann war  Professor für Pneumologie an der Medizinischen Fakultät der Universität Göttingen.

Von 1974 bis 1996 war er Chefarzt der Lungenklinik Kreiskrankenhaus Lenglern an der Universität Göttingen. Seine Arbeitsschwerpunkte waren berufsbedingte  Lungen- und Atemwegserkrankungen, die Prävention von Atemwegs- und  Herzerkrankungen bei chronischen Lungenleiden sowie umweltbedingte Atemwegs- und Lungenerkrankungen. Besonders auseinandergesetzt hat er sich mit der Zunahme von allergischen Erkrankungen und Asthma bronchiale im Kindesalter. Seit dieser Zeit war Ulrich Hüttemann wissenschaftlicher Berater des Gesundheitsamtes für Stadt und Landkreis Göttingen im Rahmen der Tuberkulose-Vorsorge.

Überregionale Bedeutung erlangte die Lungenklinik Lenglern unter seiner Leitung u.a. auch durch die Übernahme der ärztlichen Versorgung von 10.000 Vietnam Flüchtlingen, den boat-people, in den Jahren 1978 - 1979 im Auftrag der Niedersächsischen Landesregierung.

Von 1981 bis 1983 war Prof.  Hüttemann  Präsident der Norddeutschen Gesellschaft für Pneumologie, die Ihren Jahreskongress in Göttingen abhielt.

Nach Beendigung der Klinischen Tätigkeit bis zuletzt lagen seine Arbeitsschwerpunkte in der Begutachtung von Berufskrankheiten und in der ärztlichen Weiterbildung. Hier leitete Prof. Ulrich Hüttemann die  Weiterbildung "Umweltmedizin" für die Ärztekammer Niedersachsen.  Ab 1997 führte er die zertifizierte Fort-und Weiterbildung in der Pneumologischen Begutachtung der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin und des Bundesverbandes der Pneumologen in Deutschland ein.

Seit 1997 führte er eine Internistisch Pneumologische Schwerpunktpraxis in Göttingen.

Sein ehrenamtliches Engagement galt der Sozialmedizin und der gesundheitlichen Prävention. Über den Verein zur "Gesundheitspflege in Stadt und Landkreis Göttingen" konnten über seinen Vorsitz verschiedene Projekte der Nikotinvermeidung bei Kindern und Jugendlichen, der Förderung des Behindertensports und der Gesundheitsförderung von jugendlichen Straftätern unterstützt werden. Er beförderte als Gründungsmitglied auch die "Gesundheitsregion Göttingen e.V.".

1998 wurde Prof. Dr. med. Ulrich Hüttemann in Frankfurt am Main zum Präsidenten der Nichtraucher-Initiative Deutschland (NIB) gewählt, die politisch massgeblich zum heute bestehenden gesetzlichen Nichtraucherschutz beigetragen hat . Er rief zu einer parteiübergreifenden bundesweiten Initiative auf, die dem längst überfälligen Nichtraucherschutz am Arbeitsplatz, in öffentlichen Gebäuden, Schulen, Krankenhäusern sowie Verkehrsmitteln und Gaststätten die gesetzliche Grundlage bringen sollte.

Prof. Dr. med. Ulrich Hüttemann  war für den Deutschen Heilstollenverband als ärztlicher Direktor tätig und bewertete die medizinischen Wirkungen der Heilstollen-Therapiezentren.

1998 erhielt Prof. Dr. med. Ulrich Hüttemann die Paracelsus Medaille der Ärztekammer Niedersachsen.

Am 4. Mai 2016 verstarb Prof. Dr. Ulrich Hüttemann im Alter von 77 Jahren nach schwerer Krankheit in Göttingen.